Die Blume des Jahres wird jährlich von der Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung Loki Schmidt gekürt.
Dieses Jahr ist es die Moorlilie Narthecium ossifragum), stellvertretend für die Moorlandschaft und die Wichtigkeit der Renaturierung.
Weitere Namen sind: Beinbrech, Ährenlilie, Heidgras, Egelgras, Schusterknief oder Stablilie.
Die Moorlilie ist eine ausdauernde und auffällige 10 bis 30 cm hohe Pflanze. Die ganze Pflanze hat einen feinen und starken nelkenartigen Geruch. Der klebrige, rötliche Stengel wächst starr aufrecht, verläuft unterirdisch weiter. Die unteren ungestielten Laubblätter sind schwertförmig und erinnern an ein Schustermesser (daher auch der Name Schoosterknief).
Von Juli bis August bilden sich endständige, lockere, traubige Blütenstände, die 5 bis 8 cm lang sind. Die langgestielten Blüten messen 1 bis 1,5 cm im Durchmesser und besitzen sechs Blütenblätter, die innen gelb und außen grünlich sind. Vor jedem der sechs Blütenblätter befindet sich ein Staubblatt mit dicht wollig behaarten Staubfaden und ziegelrotem Staubbeutel, die Insekten zur Bestäubung anlocken. Nach der Blüte werden dünnwandige, ovale Kapselfrüchte ausgebildet. Sie enthalten 7 mm große, hellgelbe feilspanförmige Samen, oben und unten mit einem fadenförmigen Anhängsel. Im Herbst verfärben sich die Fruchtstände dunkelorangerot.
Bekannt ist die Moorlilie dafür, dass sie eine Lichtüberempfindlichkeit bei (weißen) Schafen hervorrufen kann.
Die Moorlilie ist bundesweit gefährdet und besonders geschützt.
Mehr und ausführlicher unter der Stiftung
(Ausmalbild Moorlilie auf der nächsten Seite)
Moorlilie zum ausmalen













