Naturstrolche ist das Naturabzeichen für Kinder im Bereich Natur- und Umweltbildung / Naturpädagogik. Das Abzeichen wird vom Verein zur Natur- und Umweltbildung e.V. bundesweit vergeben.
Die Kinder können das Abzeichen mit Hilfe von Erzieherinnen und Erziehern, Naturpädagogen, Umwelteinrichtungen und anderen Einrichtungen, die sich um das Thema Natur- und Umweltbildung kümmern, erhalten.
Die Kinder erhalten das Naturabzeichen, eine Urkunde und eine Naturstrolchekarte (Bonuskarte). Teilnehmende Einrichtungen erhalten ein Zertifikat.
Ziel ist es mit dem Naturabzeichen Bemühungen im Bereich Natur- und Umweltbildung nachhaltig zu unterstützen und der Arbeit einen Rahmen zu geben.
Was das Seepferdchen für Frühschwimmer, ist das Naturstrolcheabzeichen für Frühnaturkenner.
Mehr Informationen und Antworten zu Fragen in unserer Übersicht.
Die hessische Landesregierung plant ein Kinderförderungsgesetz.
Wie so oft in der Vergangenheit werden Verschlechterungen in schöne Worte gepackt.
Das hessische Kinderförderungsgesetz, das ab 1. Januar 2014 in Kraft treten soll, ist so ein Paradebeispiel.
Statt Verbesserungen sind darin massive Verschlechterungen versteckt. Und wie Bürokraten so sind, wenn sie etwas verstecken wollen, wird das so verpackt dass man nicht sofort dahinter kommt was gemeint ist.
Was ist in diesem Gesetz verpackt?:
Dieses bedeutet in der Praxis dass Erzieherinnen einer Belastung ausgesetzt sind die keineswegs zu rechtfertigen ist, geschweige denn korrekt bezahlt wird. Das bedeutet in Folge natürlich auch höheren Krankenstand. Für das Kind bedeutet das, dass die Entwicklung des Kindes deutlich weniger geförderd wird. Das Kind kann nur noch aufbewahrt werden und nicht gefördert werden.
Des weiteren bedeuten die verkürzten Öffnungszeiten, dass mindestens ein Elternteil kaum eine Chance hat einem Beruf nachzugehen, nicht mal halbtags. Die Vermutung liegt nahe, dass man das vielgeschmähte Seehofer´sche Beteuungsgeld unter das Volk bringen möchte. Kostet dem Land sogut wie nichts, ist ein Bundesmittel.
Es gab mal eine Zeit in Deutschland, da hätte man sich geschämt derartige Dinge dem Volk unterzujubeln. Diese Schamgrenze haben Politiker längst hinter sich gelassen.
Die Sonntagsreden von Bildung und frühkindlicher Förderung entpuppen sich wieder mal als leere Worthülsen.
Wer mit der Änderung nicht einverstanden ist, kann sich mit einer Onlinepetition dagegen wehren.
Nutzen sie Abgeordnetenwatch.de um die zuständigen Politiker zu befragen oder wenn ihnen dort eine Antwort verweigert wird, schreiben sie diese direkt an oder gehen zu Sprechstunden.
Was ist Outdoor? Outdoor ist ein sogenannter Anglizismus und kann mit „Freizeitaktivität in der Natur" übersetzt werden.
Nun kann man bei einem Kind das mit Gummistiefeln in Pfützen springt sicher nicht von Outdoor sprechen. Früher sagte man zu Outdoor „Wir gehen in den Wald" oder „Wir gehen an den Fluß Steine sammeln".
Leider findet dieses Outdoor oder in den Wald gehen immer weniger statt.
Die meisten Hemmnisse sind Anfahrt, Naturfernes wohnen, Zeitmangel und auch Unlust. Die Kinder verbringen häufig viel lieber Zeit mit Medienkonsum.
Ein Waldspaziergang ohne appfähiges Handy oder mobile Spielekonsole scheint nicht möglich.
Wen wundert es, wenn es vorgelebt wird. Leser werden wissen, dass ich ziemlich rigoros bin. Ein Handy hat höchstens abgeschaltet etwas im Wald zu suchen. Nicht weil ein Klingelton jemanden stören könnte, nein, es wird die Muße genommen sich auf das einzulassen weshalb man in den Wald geht.
Ein Outdoortag ist kein Lehrnachmittag, es ist ein Abenteuertag.
Ein Outdoorwochenende ist keine Grundausbildung zum Einzelkämpfer.
Ich will damit sagen, dass sich viele überfordert fühlen oder falsche Ziele setzen wenn sie mit Kindern in die Natur gehen. Kinder entdecken selbst sehr schnell. Ein Taschenmesser und ein Ast, schon geht eine stundenlange Schnitzerei los. Vielleicht steht am Ende ein Pfeil und Bogen der zum Wettkampf heraus fordert.
Wie mehrere Untersuchungen ergaben, erhöht der Aufenthalt in der Natur die Kreativität. Das ist bei jeder Altersgruppe zu beobachten.
Das was viele als Bauchgefühl empfinden, dass der Aufenthalt in der Natur Körper und Geist erfrischt ist erst jetzt wieder durch einen groß angelegten Versuch in den USA bewiesen worden. Dabei wurden die Probanten vorher und nachher einem psychologischem Test unterzogen. Die Kreativität stieg um 50%.
Bei diesem Versuch ging es nicht um einen einmaligen Aufenthalt von einer oder mehreren Stunden in der Natur. Es ging dabei um eine Wanderung von 4 Tagen. Jeglicher Kontakt per Handy oder anderen elektronischen Hilfsmitteln wurde ausgeschlossen.
Tests dieser Art, ob Camping, Wanderung oder sonstige Tätigkeit gab es auch bei uns, alle mit ähnlichem Ergebnis. Es ist eine erhebliche Steigerung der Kreativität und verbessertem körperlichem Wohlbefinden nachweisbar.
Statistische Erhebungen zeigen, dass Kinder und Jugendliche in etwa noch 20 Minuten täglich in freier Natur verbringen. Dem gegenüber stehen mehrere Stunden Konsum elektronischer Medien wie Computer und Fernseher. Ein bedrohliches Ungleichgewicht für die Entwicklung des Kindes wie Kinderpsychologen immer wieder betonen.
Gerade der Umgang mit elektronischen Medien betrachtet der Kinderpsychologe Manfred Spitzer, bekannt durch mehrere Bücher und aus dem Fernsehen, als äusserst kritisch. Messbar lässt die Hirnleistung bereits nach wenigen Wochen nach. Dieses hat er in groß angelegten Untersuchungen bewiesen. Die Kinder mit hohem Medienkonsum sind in der Schule im Schnitt um 2 Schulnoten schlechter.
Weiterlesen: Aufenthalt in der Natur erhöht Kreativität
"Wie fühlt sich die Welt an?" ist der Titel eines Buches von Irina Dimke und Carola Stramm. Wie der Titel vermuten lässt, beschäftigt sich das Mitmachbuch mit den verschiedenen Tastsinnen.
Der Mensch ist ein Wesen das sich mit seinen Sinnen durch das Leben bewegt. Ob tasten, riechen, sehen oder fühlen, ohne diese Sinne wären wir hilflos. Beobachtet man Babys, so erkennt man, dass alles mit den Sinnen untersucht wird. Alles wird abgetastet und auf den Geschmack hin überprüft. Die meiste Sinneserfahrung macht der Mensch in dieser Zeit und den Folgejahren. Ständig werden die Erfahrungen erweitert.
Doch die Erfahrungswelt wird zunehmend ärmer. Die Baudichte in den Städten nimmt enorm zu, Grünflächen, Baum- und Buschgelände verschwinden, Bachläufe gibt es kaum noch und vieles ist abgesperrt. Als Ersatz für diese Erfahrungsräume tritt immer häufiger der Normspielspielplatz, ein paar Quadratmeter mit beschränktem Zugang. Das ist deutlich merkbar in der Natur- und Umweltbildung und in der allgemeinen Entwicklung der Kinder.
Die Brieffreunde Sophie und Leo schreiben sich die verschiedensten Experimente aus dem Bereich der sinnlichen Erfahrung und fordern auf die Übungen nach zu machen. Die Sachinformationen werden kindgerecht erklärt.
Das Buch "Wie fühlt sich die Welt an?" ist über Amazon und direkt bei den Autoren erhältlich.
In unseren Naturerfahrungsspielen sind ebenfalls einige Spiele, wie zum Bespiel das Baum ertasten oder die Tastschachtel, zu finden die sich mit den Tastsinn beschäftigen.
Auf der Seite von S.Gebhart, Kindergartenleiterin, findet sich ein Erfahrungsbericht aus der Praxis über die Naturstrolche.
Der Bericht beschränkt sich nicht nur auf die Projektumsetzung selbst, sondern behandelt auch die Themen: Teamstärkung und Eltern einbinden

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz bietet eine kostenfreie Waldfibel an. Von 1 bis zu 99 Stück können bestellt werden. Es fallen weder Kosten für die Fibel oder den Versand an. Siehe auch diesen Artikel.
Downloadlinks:
Waldfibel als Broschüre
Waldfibel als PDF-Download
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