Forschertrupp im Kigaland

Wie oft geht man immer an denselben Pflanzen vorbei, an der Spinne im Fensterkreuz, ohne dieses bewusst wahrzunehmen. Dieses Spiel soll die Vielfalt auf kleinstem Raum verdeutlichen.

Gemeinsam oder in Gruppen geht es auf das Kindergartengelände oder direkt um das Kindergartengelände – Schulgelände herum.

Ziel ist es, eine Art Bestandsaufnahme der Pflanzen und Tierwelt im Kindergartengelände zu machen. Hecken, Bäume, Gräser, Moose, Gestrüpp, Spinnen, Käfer, Ameisen, Asseln, Würmer, Vögel und vielerlei mehr.

Sie werden erstaunt sein, wie viel verschiedene Pflanzen und Tiere sich auf dem Gelände befinden. Die Gruppen können zunächst die Entdeckungen, sofern möglich, mit einem Wollfaden markieren. Das funktioniert bei gefundenen Pflanzen sehr gut, zum Beispiel mit einem Stöckchen das man in den Boden steckt.

Forschertrupp im Kigaland

Hintergrund und Ziele: Die Beobachtungsgabe trainieren.

Hinweis: Die Umwelt ist ganz Nahe. Dieser Forschertrupp kann auch auf dem Kindergartengelände unterwegs sein.

Material/Zubehör: Im Prinzip keines. Ideal wäre ein Vergrößerungsglas. Oder nach Ausgestaltung: Stecken und bunte Wollfäden. Möglich wäre eine Zeichnung des Kindergartens von oben so dass die Kinder das Gefundene wie in einer Schatzkarte eintragen können.

Das Davor: Man kann, wenn die Gruppe groß ist, diese in mehrere Gruppen unterteilen. Diese Gruppen könnten dann zum Beispiel je eine bestimmte Farbe an Wollfäden bekommen.

Das Danach: Viele, viele Fragen oder Staunen. Nicht jede Frage muss und kann sofort beantwortet werden.

Der Ablauf: Gemeinsam oder in Gruppen geht es auf das Kindergartengelände oder direkt um das Kindergartengelände – Schulgelände herum.

Ziel ist es, eine Art Bestandsaufnahme der Pflanzen und Tierwelt im Kindergartengelände zu machen. Hecken, Bäume, Gräser, Moose, Gestrüpp, Spinnen, Käfer, Ameisen, Asseln, Würmer, Vögel und vielerlei mehr.

Man kann auch Dinge ausschließen da es sonst zu unübersichtlich wird. Man kann sagen dass zum Beispiel Büsche und Bäume nicht beachtet werden sollen.

Allgemeines:

Nachdem die Gruppen alles abgesucht haben und die verschiedene Pflanzen und Entdeckungen markiert haben (kann auch die Losung von einem Tier sein, oder ein Mäuseloch), kann man zunächst einmal durchzählen, wie viel verschiedene Pflanzen auf dem Grundstück wachsen.

Man kann mit dieser „Bestandsaufnahme“ verschiedene Dinge unternehmen. Man könnte zum Beispiel anhand der Umfangsmessung errechnen (wie es geht, siehe unten), wie alt ein Baum ist. Jedes Kind könnte von seiner Lieblingspflanze eine Zeichnung anfertigen (Blätter kann man durch das Papier durchrubbeln). Man kann, um das zählen zu üben, die verschiedenen Pflanzen durchzählen. Man kann mit der Lupe eine Blüte betrachten oder die Kinder, nachdem wieder alle im Raum sind, nach den Farben und Form der Blüten fragen.

Wenn man auf Tiersuche geht, so kommen in der Hauptsache Insekten in Frage, denn „wilde Tiere“ wird es auf dem Gelände kaum geben. Aber vielleicht Spuren davon, zum Beispiel ein Mäuseloch oder Fraßspuren.

Viele Kinder werden eine Abscheu vor Insekten und Spinnen haben. Möglicherweise kann man ja über die Wichtigkeit dieser Tiere etwas tiefer eingehen. Oftmals ist ein guter Einstieg der Marienkäfer der sich eine Läusekolonie hält, oder Spinnen die Steckmücken fangen und Vögel die sich von Insekten ernähren.

Ein entdecktes Spinnennetz kann man mit einer Sprühflasche sichtbarer machen (nur nicht zuviel sprühen) und vielleicht auch die gefangenen Mücken entdecken.

Die ganze Thematik ist sehr weitreichend elementar. Hier geht es nicht um Details, vielmehr darum, die Augen zu öffnen und die Vielfalt zu zeigen die selbst auf kleinstem Raum vorkommt.

Hier noch einige Kniffe und Tricks:

Baumalter per Messung: (siehe auch: „Wir erobern einen Baumstamm“)

Man muss nicht einen Baum fällen um das zumindest ungefähre Alter zu bestimmen. Den Umfang des Baumes in einer Höhe von 1m bis 1,20m in Zentimeter messen. Dieses Ergebnis durch 2,5 teilen, schon hat man einen Wert der halbwegs passt (da kommen noch viele andere Faktoren hinzu). Meistens sind die Bäume erheblich älter als die Kinder. Wenn die Kinder das Ergebnis hören, dann werden sie wahrscheinlich sehr erstaunt sein.

Baumgeburtstag

Vielleicht feiern Sie auch Baumgeburtstag. Setzen einfach ein Datum (am Besten eines im Sommer, dann kann man auch im Freien feiern) und feiern ab jetzt jedes Jahr mit Ihrer Gruppe unter dem Baum.

Brotstückchenk, Apfelstückchen

Legen Sie mit Ihren Schützlingen ein Stückchen Brot oder Apfelstückchen aus, bevor der Kindergarten schließt. Legen Sie das Brot unter einen Busch oder auf einen Ast.
Am nächsten Morgen werden die Kinder sicherlich schauen, ob das Brot verschwunden ist. Alle fragen sich natürlich, wer war das? Eine Maus? Ein Vogel?

Gem. Verein zur Natur- und Umweltbildung e.V. / Das Spiel kann zu internen Zwecken frei kopiert und weitergegeben werden. Es wird keine Haftung, insbesondere für Personen- oder Sachschäden bei der Ausführung der Spiele übernommen. Urheberrecht: Roland Engert

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